Wwoofing

10. Dezember 2009

Vom 13. Oktober bis zum 8. September war ich wwoofen. Man geht als Backpacker auf bestimmte Farmen, die das anbieten, arbeitet da und bekommt dafür Untekunft und Essen.

Ich war mit 2 anderen Backpackern, Ho Jin, aus Korea und Mandy aus Deutschland auf der Farm “Kings Parrot”. 20 min. von Lorne enfernt, sehr isoliert, aber in einer wunderschönen Umgebung, nur Natur und Wildlife.
Es war nicht wirklich eine Farm, also wie eine Art Bauernhof, mehr eine Ferienanlage mit mehreren Cottages, die übers Wochenende meist vermietet waren unter der Woche aber leer standen. Auf dem Gelände gabs auch eine kleine Minigolfanlage und einen großen Pool mit Blick ins Taal. Und einen Gameroom, mit Billiard, und Tischtennis. Ich wusste mich also in meiner freien Zeit zu beschäftigen. =)


Bevor ich aber frei hatte wurde meistens zw. 5 und 6 stunden pro tag gearbeitet. Das Wochenende hatte ich frei. Die Arbeit hat uns meistens Al zugewiesen. Er und seine Frau Kristy wohnen auf dem Gelände, sind aber nur die Manager, nicht die Besitzer. Beide noch jung und haben einen tauben Hund und Zwillinge, Olli und Oskar, 20 Monate alt. Sie waren super lieb und nett und ich habe mich wirklich sehr wohlgefühlt. Wir waren aber nicht in deren Haus untergebracht, sondern in einem großen Schuppen, mit lieb eingerichteter Küche und einem kleinen, gemütlichen Schlafraum. Sehr spatarnisch, aber man gewöhnt sich an alles.


Die ersten Tage waren sehr regnerisch und kalt, aber es wurde in der zweiten Woche wesentlich besser. Die Arbeit war sehr unterschiedlich. Am Anfang haben wir den Busch für oder besser gesagt gegen Buschfeuer vorbereitet. Dazu dürften wir mit einer Harke, am Hang alle Rinde und kleine Büsche oder Bäume auf mehrere Haufen kehren. Ziemlich anstrengend. Ein paar Tage später, nachdem es was trockener war, haben wir die Haufen dann mit Benzin angezüdet. Spannend, aber nicht ungefärhlich und die Klamotten stanken dann sehr nach Rauch. Wir haben die Minigolf Anlage angemalt, Unkraut gejähtet, die Balkone und um die Cottage herum sauber gefegt und gerecht, den Pool gereinigt, und ich hab Holz gespalten, was ich dann auf nen Hänger geladen habe und dann mit nem Quad zu den Cottagen gefahren habe. Das hat mal richtig Spaß gemacht!!!!! :-)

Ein großer Campingplatz war auch vorhanden, den wir gereinigt haben, und die Zelte in Ordnung gebracht haben. Und an einem Tag sind wir mit den selbstgemachten Wegweisern den Walkingtrack zu den Wasserfällen gelaufen und den Weg freier gemacht und makiert.

Wildlife gab es natürlich auch eine Menge. Jeden Abend konnten wir Kängaroos im Tal sehen, 2 Adler, die irgendwo im Bush ihr Nest haben, wie Kristy uns erzählte, eine braune Schlange, etwas mehr als ein Meter lang, direkt neben dem Weg. Es war meine erste…war wirklich spannend. :-) Echidna, ein igelähnliches Tier und Kookaburra, den es in Deutschland nur im Zoo gibt.

Achja, und natürlich meine ersten 4 Koalas, eins davon ein kleines Baby. So knuffig!!!!!!!

Die waren aber nicht in der Nähe von der Farm, sondern in einem Park in Lorne, ein Ort an der Great Ocean Road, in dem wir 2 unserer freien Samstage verbracht haben. Wunderschön dort!!!!

Und natürlich, weshalb die Farm auch so heißt, eine Menge Papageien, besser gesagt, King Parrots, Kakadus und Rosellas. Die King Parrots konnten wir füttern, direkt am Baum neben unsern Haus und die haben uns auch aus der Hand gegessen. Mein Rekord lag bei 3 gleichzeitig auf meinen Armen. :-) Wunderschöne Tiere!!!!!!!

Alles in allem war es ne super Zeit dort, vorallem die Natur die ich sehr genossen habe, auch wenn ich die meiste Zeit keinen Handyempfang hatte. ;-)


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.